Was ist die wahre Bedeutung des Wortes Elohim? Warum bezieht sich Gott auf sich selbst mit „uns“?

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In der Originalsprache des Alten Testaments wird Gott mit dem hebräischen Wort „Elohim“ beschrieben. Insbesondere im 1. Buch Mose bezieht sich Gott auf sich selbst mit „uns“. Die Tatsache, dass Gott in der Pluralform „Elohim“ ausgedrückt wird und sich auf selbst mit „uns“ bezieht, wenn er spricht, blieb vielen Theologen lange Zeit ein schier unlösbares Rätsel. Zwar gab es verschiedene Interpretationen der Verwendung des Personalpronomens „uns“ in 1. Mose 1, wie beispielsweise die Behauptung, dass sich das Pronomen „uns“ auf die Dreieinigkeit beziehe oder dass es dabei um Gott und die Engel neben ihm gehe, aber niemand konnte eine restlos klärende Antwort liefern.

Das rätselhafte „uns“ im ersten Buch Mose (Genesis)

Stattdessen sagt er [Gott]: „Lasset uns Menschen (Adam), ein Bild, das uns gleich sei (1. Mose 1,26)“ … Diese Passage ist seit langem ein Rätsel für die Ausleger der Bibel Mysteries of the Bible, Reader’s Digest Association Inc. 1991, S. 21

Was ist die wahre Bedeutung des Wortes Elohim in der Bibel? Es sind Gottvater und Gottmutter, die die Menschen sich selbst zum Bilde und als „Bild das ihnen gleich sei“ geschaffen haben. Gottvater und Gottmutter wirken seit der Erschaffung der Welt bis jetzt zusammen und führen die ganze Menschheit zur Erlösung.

Das Wort Elohim bedeutet Götter

Die buchstabengetreue Übersetzung des Wortes „Elohim“ [אֱלֹהִים] lautet „Götter“. Nach der weitverbreiteten Auffassung, dass es lediglich einen einzigen Gott, bzw. Gottvater, gebe, dürfte Gott in der Bibel nur im Singular beschrieben werden. Überraschenderweise aber wird „Gott“ im Originaltext der Bibel durchgängig durch die Verwendung des Pluralworts „Elohim“ ausgedrückt. Obwohl es auf Hebräisch die Substantive im Singular „El“ oder „Eloha“ für „Gott“ oder „Gottheit“ gibt, wurde das Wort Elohim etwa 2.500 Mal verwendet, um „Gott“ auszudrücken.

Die Bibel wurde durch Propheten geschrieben, die vom Heiligen Geist Gottes ergriffenen waren, und sie ist ein Buch, das Gott, den Erlöser, bezeugt (2. Petr 1,21; Joh 5,39). Was bedeutet dann das etwa 2.500-malige Vorkommen des Plurals „Elohim“ in der Bibel? Darüber hinaus bezieht sich Gott auf sich selbst mit dem Personalpronomen im Plural „uns“.

… Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei … 1. Mose 1,26

Wenn sich der Schöpfer (Elohim) des Menschen nur auf Gottvater allein bezöge, dann hätte er sagen müssen: „Lasset mich Menschen machen, ein Bild, das mir gleich sei.“ Gott sagte jedoch ausdrücklich: „Lasset uns …“. Das ist ein überzeugender Beweis dafür, dass das Wort „Elohim“ mit der Bedeutung Gott eigentlich auf die Mehrzahl hinweist.

Die Elohim sind Gottvater und Gottmutter

Wenn man weiterhin von einem einzigen und alleinigen Gottvater ausgeht, dann wird es einem schwerfallen, 1. Mose 1 zu verstehen, es sei denn, man macht sich frei von der vorgefassten Meinung über die alleinige Existenz von Gottvater und glaubt an die Bibel so wie sie geschrieben steht. Lassen Sie uns die Antwort auf dieses Rätsel in dem darauffolgenden Vers finden!

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1. Mose 1,27

Als Gott die Menschen sich zum Bilde und als „Bild, das Gott gleich sei“ erschuf, entstanden Mann und Frau. Das bedeutet, dass Gott sowohl in männlicher als auch in weiblicher Gestalt existiert. Die Menschheit nennt Gott schon seit langer Zeit „Vater“, weil sie sich lediglich des Gottes mit dem männlichen Bild bewusst ist. Wie sollte man dann den Gott mit dem weiblichen Bild nennen? Selbstverständlich Mutter, nicht wahr? Es gibt also nicht bloß Gottvater, sondern auch Gottmutter. Aus diesem Grund sagte Gott: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.“ Folglich ist der Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde und aller Lebewesen und der Retter der Menschheit, die Elohim, d.h. Gottvater und Gottmutter.

Das Werk Gottes, der„uns“ sagte

Seit der Weltschöpfung vollbringen Gottvater und Gottmutter das Erlösungswerk stets gemeinsam. Am Anfang schufen sie gemeinsam Himmel und Erde (1. Mose 1,1-26) und setzten danach ihr Erlösungswerk fort. Schauen wir uns nun die Szene an, in der Noahs Nachkommen den Turm zu Babel bauten:

Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! So zerstreute sie der HERR von dort in alle Länder, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen. Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder. 1. Mose 11,6-9

Gott sagte: „Lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren.“ Das Personalpronomen im Akkusativ „uns“ bezieht sich hier auf Gott. Das liegt daran, dass in Vers 7 geschrieben steht: „Lasst uns ihre Sprache verwirren“ und in Vers 9: „Der HERR hat aller Länder Sprache verwirrt.“ Deshalb bedeuten diese Worte, dass Gottvater und Gottmutter gemeinsam den Bau des Turms zu Babel stoppten. Gottvater und Gottmutter beratschlagten auch miteinander die Ernennung und Aussendung der Propheten in ihrem Namen:

Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich! Jes 6,8

Der „Herr“ in „der Stimme des Herrn“ bezieht sich hier auf Gott. Aber Gott sagte nicht: „Wer will mein Bote sein?“, sondern: „Wer will unser Bote sein?“ Aus diesen biblischen Erwähnungen geht hervor, dass Gottvater und Gottmutter – trotz der schriftlichen Aufzeichnung über den Namen von Gottvater als Repräsentant für die Elohim – von der Grundlegung der Welt an immer zusammen gewirkt haben.

Der Grund für die Bezeichnung der Elohim als einer

Manche sind der Meinung, dass es auf keinen Fall zwei Götter geben könne, weil die Bibel sage, dass Gott „lediglich einer“ sei (1. Tim 2,5. 6,15). Aber das sorgfältige Studium der Bibel zeigt, dass die Beschreibung der Elohim (Plural) als ein einziger Gott (Singular) keinen Widerspruch darstellt. Werfen wir nun, zum genaueren Verständnis der Elohim, einen genaueren Blick auf die zum Bilde Gottes und als „Bild, das Gott gleich sei“ ersten erschaffenen Menschen Adam und Eva! Die beiden existieren eindeutig als zwei individuell verschiedene Menschen, die jedoch in der Bibel auch manchmal als „ein Mensch“ betrachtet werden:

Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist … Dennoch herrschte der Tod von Adam an bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam … Denn wenn durch die Sünde des Einen die Vielen gestorben sind … Röm 5,12-15

Die „Übertretung des einen Menschen“ weist hier auf die Sünde Adams hin. Tatsächlich aber war nicht Adam derjenige, der sich zuerst versündigte, sondern Eva. Deswegen sollte dieser Vers eigentlich lauten: „… die Sünde der Einen (Eva) …“ oder „…die Sünde der Beiden (Adam und Eva) …“. Aber die Bibel schreibt, dass die Sünde durch einen Menschen (Adam) in die Welt gekommen sei. Das bedeutet, dass Adam und Eva als eins betrachtet werden:

Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. 1. Mose 2,22-24

Wenn das für Adam und Eva gilt, die erschaffen wurden, als „Bild das Gott gleich sei“, dann gilt das auch für das Original – Gott selbst. Trotz der Existenz Gottes als Gottvater und Gottmutter kann man dementsprechend ohne Weiteres sagen, dass Gott einer ist. Die Bibel drückt es so aus, als habe Adam allein gesündigt, obwohl Adam und Eva, zwei verschiedene Individuen, gemeinsam eine Sünde begingen. Es ist also nicht falsch, wenn die Bibel beschreibt, dass Gottvater Dinge allein getan hat, die in Wirklichkeit Gottvater und Gottmutter gemeinsam vollbracht haben.

Die Bibel lehrt, dass diejenigen, die Gott kennen, den Heiligen Geist und den Segen des Wassers des Lebens empfangen (Hos 6,3; Joh 4,10), und dass diejenigen, die Gott nicht erkennen, nicht zum Seelenheil gelangen (2. Thess 1,8; Hos 4,1.6). Wenn man die Elohim, bzw. Gottvater und Gottmutter, von denen die Bibel zeugt, richtig kennt und erkennt, dann kann man den Segen des Wassers des Lebens empfangen (Offb 22,17).